Der Koalitionsausschuss hat Beschlüsse gefasst, die auch für das bayerische Friseur- und Kosmetikerhandwerk von großer Bedeutung sind. Weniger Bürokratie, einfachere Dokumentationspflichten und Entlastungen beim Datenschutz für kleine und mittlere Unternehmen sind längst überfällig. Unsere Betriebe brauchen keine neuen Formulare, sondern mehr Zeit für Kundinnen und Kunden, Ausbildung und unternehmerische Arbeit.

„Das bayerische Friseur- und Kosmetikerhandwerk erwartet von der Politik keine warmen Worte mehr, sondern konkrete Entlastung im Betriebsalltag“, erklärt Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Unsere Betriebe stehen unter massivem Druck durch Kosten, Bürokratie, Fachkräftemangel und Schwarzarbeit. Wer das Handwerk stärken will, muss jetzt handeln.“

Kritisch sieht der Landesinnungsverband Friseure & Kosmetiker Bayern geplante zusätzliche Belastungen bei Minijobs. Gerade kleine Salons sind auf flexible Beschäftigungsmodelle angewiesen. Neue Hürden würden den ohnehin angespannten Arbeitsmarkt weiter verschärfen und Betriebe zusätzlich unter Druck setzen.

Auch bei der geplanten Rentenreform darf die Politik die Belastungsgrenze des Handwerks nicht ignorieren. Steigende Lohnnebenkosten treffen personalintensive Branchen wie das Friseur- und Kosmetikerhandwerk besonders hart.

„Jede zusätzliche Belastung landet am Ende direkt in den Betrieben“, so Christian Kaiser. „Das Friseur- und Kosmetikerhandwerk steht für sichere Arbeitsplätze, fundierte Ausbildung und zahlt faire Löhne. Unsere Betriebe können nicht unbegrenzt höhere Kosten, mehr Bürokratie und neue gesetzliche Vorgaben auffangen. Das mittelständische Friseur- und Kosmetikerhandwerk darf nicht überfordert werden.“

Jetzt kommt es darauf an, die angekündigten Entlastungen konsequent umzusetzen und dort klar nachzusteuern, wo neue Belastungen drohen. Das bayerische Friseur- und Kosmetikhandwerk braucht verlässliche Rahmenbedingungen, faire Wettbewerbsbedingungen und eine Politik, die die Realität kleiner Betriebe ernst nimmt.

„Unsere Betriebe sind nah an den Menschen, bilden aus, schaffen Arbeitsplätze und halten die Innenstädte lebendig“, betont Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Wer das erhalten will, muss das Handwerk entlasten – nicht weiter belasten.“