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Mehr InformationenMehr als 20 Aussteller, hochkarätige Workshops, spannende Fachvorträge und der Bundesentscheid der Deutschen Meisterschaft im Handwerk: Die StyleVision 2026 am 8. November in der Stadthalle Fürth verspricht ein wichtiger Branchentreff für das bayerische Friseur- und Kosmetikhandwerk zu werden. Im Videopodcast “Hertlein und Lange” des Landesinnungsverbands der bayerischen Friseure und Kosmetiker (LIV) sprechen der stellvertretende Landesinnungsmeister Christian Hertlein und Journalist Matthias J. Lange über die Weiterentwicklung der Veranstaltung, die Bedeutung persönlicher Begegnungen und die Herausforderungen bei der Organisation künftiger Branchenevents.
Das bayerische Friseur- und Kosmetikhandwerk braucht Veranstaltungen, die Menschen zusammenbringen, fachliche Impulse vermitteln und den Zusammenhalt innerhalb der Branche stärken. Davon ist Christian Hertlein, stellvertretender Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks, überzeugt. Im aktuellen Videopodcast “Hertlein und Lange”, den er gemeinsam mit dem Journalisten Matthias J. Lange moderiert, steht deshalb die StyleVision 2026 im Mittelpunkt. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 8. November 2026, in der Stadthalle Fürth statt und soll an den Erfolg der Premiere im vergangenen Jahr anknüpfen.
Für Hertlein steht außer Frage, dass das Friseurhandwerk solche Veranstaltungen dringend benötigt. “Wir haben jetzt über viele Jahre in Bayern darben müssen und hatten keine großen Veranstaltungen mehr”, erinnert er an die Entwicklung der vergangenen Jahre. Die Premiere der StyleVision 2025 sei deshalb ein wichtiger Schritt gewesen. Zwar habe es bei der ersten Ausgabe an einigen Stellen noch kleinere organisatorische Schwierigkeiten gegeben, insgesamt zieht Hertlein jedoch eine positive Bilanz. “Ich denke, das war schon ein Erfolg”, sagt er. Entscheidend sei nun, auf diese Erfahrungen aufzubauen und das Format kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Genau das ist nach seiner Einschätzung gelungen. Die StyleVision 2026 präsentiert sich deutlich umfangreicher und professioneller als ihre Vorgängerin. Mehr als 20 Aussteller haben ihre Teilnahme zugesagt. Das Angebot reicht von Produkten und Dienstleistungen über technische Innovationen bis hin zu neuen Konzepten für das Friseur- und Kosmetikhandwerk. Besonders erfreulich sei die Resonanz aus der Industrie. Während die Organisatoren bei der Premiere noch aktiv auf potenzielle Aussteller zugehen mussten, melden sich inzwischen Unternehmen von sich aus und bekunden ihr Interesse an einer Teilnahme. “Wir haben jetzt weit über 20 Aussteller, bunt gemischt über alles, was die Branche so hergibt”, berichtet Hertlein.
Diese Entwicklung ist auch vor dem Hintergrund der Veränderungen innerhalb der Messelandschaft bemerkenswert. Große Fachmessen stehen zunehmend unter wirtschaftlichem Druck. Hohe Standgebühren, steigende Organisationskosten und veränderte Kommunikationsgewohnheiten führen dazu, dass Unternehmen ihre Messeauftritte kritischer kalkulieren. Gleichzeitig befindet sich die Fachmedienlandschaft im Umbruch. Etablierte Branchenpublikationen verschwinden vom Markt oder müssen ihre Geschäftsmodelle grundlegend verändern.
Hertlein sieht darin eine Chance für regionale und überregionale Veranstaltungsformate mit überschaubaren Kosten und unmittelbarem Kontakt zur Zielgruppe. Viele Industriepartner hätten weiterhin ein großes Interesse daran, ihre Kundinnen und Kunden persönlich anzusprechen. Kleinere Messestände und kompaktere Veranstaltungsformate könnten dabei wirtschaftlich attraktiver sein als die Teilnahme an großen Fachmessen.
Eine zentrale Frage des Podcasts lautet deshalb, ob klassische Präsenzveranstaltungen im Zeitalter der Digitalisierung überhaupt noch notwendig sind. Für Hertlein ist die Antwort eindeutig. Digitale Kommunikationsmöglichkeiten seien zwar wichtig, könnten persönliche Begegnungen aber nicht vollständig ersetzen. “Ich höre von vielen Kolleginnen und Kollegen schon, dass man sich wieder danach sehnt, dass man sich auch mal persönlich face to face trifft und einen guten Austausch hat”, erklärt er.
Damit beschreibt Hertlein einen wesentlichen Bestandteil des Konzepts der StyleVision. Die Veranstaltung versteht sich nicht ausschließlich als Fachmesse oder Einkaufsplattform, sondern ebenso als Treffpunkt einer beruflichen Gemeinschaft. Kolleginnen und Kollegen, die sich teilweise seit Jahren nicht mehr gesehen haben, können Kontakte auffrischen, Erfahrungen austauschen und neue Netzwerke knüpfen. Gerade in einem Handwerk, das wesentlich vom persönlichen Kontakt lebt, kommt solchen Begegnungen eine besondere Bedeutung zu.
“Man trifft sich mal wieder, lässt sich auch überraschen, wer da ist”, beschreibt Hertlein den besonderen Reiz einer solchen Veranstaltung. Der persönliche Austausch habe in den vergangenen Jahren gefehlt. Die StyleVision solle deshalb auch ein Ort sein, an dem das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Branche wieder stärker erlebbar werde.
Die Stadthalle Fürth bietet dafür nach Hertleins Einschätzung gute Voraussetzungen. Anders als eine klassische Messehalle verfügt das Veranstaltungszentrum über unterschiedliche Räumlichkeiten, die sich für Ausstellungen, Workshops, Fachvorträge und Wettbewerbe nutzen lassen. Die kompakte Struktur ermöglicht kurze Wege und eine enge Verbindung zwischen den verschiedenen Programmbestandteilen. Auch die geografische Lage bewertet Hertlein positiv. Für Besucherinnen und Besucher aus weiten Teilen Bayerns sei Fürth vergleichsweise gut erreichbar.
Inhaltlich setzt die StyleVision 2026 auf eine Mischung aus Fachinformation, praktischer Weiterbildung, Inspiration und Wettbewerb. Neben den zahlreichen Ausstellern erwartet das Publikum ein umfangreiches Programm mit Workshops und Vorträgen. Renommierte Fachleute werden aktuelle Entwicklungen aufgreifen, neue Techniken vorstellen und Einblicke in unterschiedliche Bereiche des Handwerks geben.
Auf einen der angekündigten Akteure freut sich Hertlein besonders: den Friseur und Herrenfach-Experten Holger Maas. Hertlein kennt ihn bereits seit der gemeinsamen Meisterschulzeit und schätzt insbesondere dessen Fähigkeit, fachliches Können mit einer mitreißenden Präsentation zu verbinden. “Der Holger, der hat es gut drauf und der kann auch die Leute mitnehmen, sein Publikum”, lobt Hertlein. Maas sei in seinem Bereich ein absoluter Profi.
Neben den fachlichen Angeboten nimmt die Nachwuchsförderung einen besonders wichtigen Platz ein. Ein Höhepunkt der StyleVision 2026 wird der Bundesentscheid der German Craft Skills, der Deutschen Meisterschaft im Handwerk, sein. Der Wettbewerb, der früher unter der Bezeichnung Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks beziehungsweise PLW bekannt war, bringt die besten Nachwuchskräfte aus den Bundesländern zusammen.
Nachdem der bayerische Landesentscheid bereits in Regensburg stattgefunden hat, werden nun die Landessieger auf Bundesebene gegeneinander antreten. Dass dieser Wettbewerb im Rahmen der StyleVision ausgetragen wird, betrachtet Hertlein als besonderen Erfolg. In den vergangenen Jahren sei der Bundesentscheid unter anderem in Baden-Württemberg und Thüringen veranstaltet worden. Nun könne Bayern die besten jungen Friseurinnen und Friseure Deutschlands präsentieren.
“Das ist auch nochmal richtig toll, hier unseren Berufsnachwuchs zu sehen, wie die dann arbeiten”, freut sich Hertlein. Der Wettbewerb biete nicht nur die Gelegenheit, herausragende handwerkliche Leistungen zu erleben, sondern könne auch junge Menschen motivieren, sich selbst weiterzuentwickeln und berufliche Ziele zu verfolgen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf der Organisation der Veranstaltung. Während die Premiere 2025 noch stark durch das persönliche Engagement einzelner Beteiligter und eine gemeinschaftliche Organisation geprägt war, hat der Landesinnungsverband für die zweite Ausgabe die federführende Verantwortung übernommen.
Hertlein begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich. Die Organisation einer solchen Veranstaltung sei mit erheblichem Aufwand verbunden, der neben den regulären beruflichen Verpflichtungen kaum zu bewältigen sei. Das Team der LIV-Geschäftsstelle verfüge allerdings über umfangreiche Erfahrungen aus der langjährigen Begleitung großer Branchenveranstaltungen und bringe das notwendige organisatorische Fachwissen mit.
Die Planungen für die StyleVision 2026 hätten praktisch unmittelbar nach dem Ende der Premiere begonnen. Seitdem seien Aussteller gewonnen, Referenten verpflichtet, Programme entwickelt und zahlreiche organisatorische Einzelheiten abgestimmt worden. Diese Arbeit werde bis unmittelbar vor Veranstaltungsbeginn andauern.
Innerhalb des LIV-Vorstands habe es nach Hertleins Darstellung keine grundsätzlichen Zweifel an einer Fortsetzung gegeben. “Dass wir es nicht durchführen sollten, das stand überhaupt nicht zur Diskussion”, betont der stellvertretende Landesinnungsmeister. Vielmehr habe Einigkeit darüber bestanden, die Veranstaltung weiterzuentwickeln und das Angebot für die Branche auszubauen.
Allerdings zeichnet sich bereits eine Herausforderung für das Jahr 2027 ab. Die Stadthalle Fürth soll ab Mitte 2027 wegen notwendiger Sanierungsarbeiten, unter anderem im Bereich des Brandschutzes, geschlossen werden. Damit steht der bisherige Veranstaltungsort für eine mögliche StyleVision im Herbst 2027 voraussichtlich nicht zur Verfügung.
Diese Situation bereitet Hertlein durchaus Sorgen. “Das erzeugt Bauchschmerzen”, räumt er ein. Die Suche nach einer geeigneten Alternative sei nicht einfach. Ein neuer Standort müsse gut erreichbar, wirtschaftlich tragbar und zugleich so ausgestattet sein, dass Aussteller, Workshops, Vorträge und Wettbewerbe unter einem Dach stattfinden können.
Große Messehallen seien häufig zu teuer oder aufgrund ihrer räumlichen Struktur für das Konzept weniger geeignet. Gesucht werde deshalb ein Veranstaltungszentrum, das die Vorteile der Stadthalle Fürth möglichst weitgehend übernehmen könne. Hertlein kann sich grundsätzlich auch andere Standorte in Bayern vorstellen. Entscheidend seien eine attraktive Infrastruktur und die Möglichkeit, das bisherige Veranstaltungskonzept weiterzuführen.
Trotz dieser Unsicherheit blickt Hertlein optimistisch in die Zukunft. Er geht davon aus, dass sich eine geeignete Lösung finden lässt und die StyleVision auch über das Jahr 2026 hinaus weiterentwickelt werden kann. Voraussetzung sei allerdings, dass alle Beteiligten gemeinsam Verantwortung übernehmen und die organisatorischen Herausforderungen bewältigen.
Besonders am Herzen liegt Hertlein die Teilnahme junger Menschen. Für Auszubildende könne eine Veranstaltung wie die StyleVision ein prägendes Erlebnis sein. Sie erhielten Einblicke in die Vielfalt ihres Berufs, könnten erfolgreiche Fachleute erleben, neue Techniken kennenlernen und entdecken, welche Entwicklungsmöglichkeiten das Friseurhandwerk bietet.
Um möglichst vielen Nachwuchskräften den Besuch zu ermöglichen, haben sich nach Hertleins Angaben mehrere Friseurinnungen in Mittelfranken dazu entschlossen, ihren Auszubildenden den Eintritt zur StyleVision zu finanzieren. Er hofft, dass weitere Innungen diesem Beispiel folgen.
Gerade am Beginn der beruflichen Laufbahn sei es wichtig, Begeisterung für das Handwerk zu wecken und Perspektiven aufzuzeigen. Veranstaltungen wie die StyleVision könnten dazu einen wertvollen Beitrag leisten. “Wir müssen immer an die Zukunft denken, das ist enorm wichtig”, unterstreicht Hertlein.
Für ihn ist die StyleVision deshalb weit mehr als eine Fachveranstaltung mit Ausstellungsständen und Vorträgen. Sie ist eine Investition in den Zusammenhalt, die fachliche Weiterentwicklung und die Zukunftsfähigkeit des bayerischen Friseur- und Kosmetikhandwerks.
Die StyleVision 2026 findet am Sonntag, 8. November, in der Stadthalle Fürth statt. Eintrittskarten sind online erhältlich. Für Innungsmitglieder gibt es nach Ablauf der Early-Bird-Phase noch bis 14. Oktober eine vergünstigte Buchungsmöglichkeit.
Der Videopodcast “Hertlein und Lange” macht deutlich, dass die Erwartungen an die zweite Ausgabe hoch sind. Mehr Aussteller, ein erweitertes Fachprogramm, persönliche Begegnungen und die Deutsche Meisterschaft im Handwerk sollen die StyleVision zu einem zentralen Treffpunkt der Branche machen. Ob sich daraus langfristig eine feste Tradition entwickelt, wird nicht zuletzt vom Engagement der Betriebe, Innungen, Industriepartner und Besucher abhängen.