Das bayerische Friseurhandwerk warnt eindringlich vor steigenden Arbeitgeberabgaben bei Minijobs. Schon heute kämpfen die Salons mit hohen Personalkosten, steigenden Energiepreisen, Bürokratie und Fachkräftemangel. Weitere Belastungen machen Minijobs für Arbeitgeber und Arbeitnehmer unattraktiv.
„Wer Minijobs verteuert, gefährdet Beschäftigung, erschwert die Personalplanung und schwächt unsere Wettbewerbsfähigkeit und fördert die Schwarzarbeit“, warnt Mike Hecker, stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des bayerischen Friseurhandwerks und Unternehmer mit über 40 Beschäftigten.
Minijobs sind keine Billigarbeitsplätze! Arbeitgeber zahlen bereits heute zusätzlich zum Lohn erhebliche Sozialabgaben und Umlagen. „Minijobs bieten unseren Betrieben vor allem die dringend benötigte Flexibilität. Weitere Kostensteigerungen treffen die Salons unmittelbar“, betont Landesinnungsmeister Christian Kaiser.
Gerade im personalintensiven Friseurhandwerk sind flexible Arbeitskräfte unverzichtbar. Auftragsspitzen vor Wochenenden und Feiertagen lassen sich nicht wegautomatisieren. Werden Minijobs teurer, drohen weniger Beschäftigung, eingeschränkte Öffnungszeiten und steigende Kundenpreise. Gleichzeitig wächst der Druck durch Schwarzarbeit.
Auch erfahrene Fachkräfte im Ruhestand, Eltern und Menschen mit Nebenverdienst verlieren attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten. Wer Minijobs verteuert, bekämpft nicht den Fachkräftemangel – er verschärft ihn!
Wer glaubt, durch höhere Abgaben automatisch mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu schaffen, verkennt die Realität. Viele Minijobber können oder wollen gar nicht mehr Stunden arbeiten. Werden ihre Arbeitsplätze unattraktiv, entstehen nicht automatisch Vollzeitstellen – vielmehr drohen wertvolle Arbeitskräfte verloren zu gehen.
Das bayerische Friseurhandwerk fordert deshalb: Keine zusätzlichen Arbeitgeberabgaben, keine höhere Pauschsteuer und keine weitere Verteuerung flexibler Beschäftigung! Wer Fachkräfte halten, Arbeitsplätze sichern und Altersarmut bekämpfen will, braucht gezielte Lösungen statt pauschaler Mehrbelastungen.
Unsere klare Forderung: Schluss mit der Kostenspirale! Minijobs bezahlbar halten, Arbeitsplätze sichern und Friseurbetriebe entlasten!
