Der Ausschuss für Umwelt und Gesundheit des Landesinnungsverbandes Friseure und Kosmetiker Bayern (LIV) tagte kürzlich unter Leitung seines Vorsitzenden Dieter Eser in einer Online-Sitzung. Im Mittelpunkt der Beratungen standen aktuelle Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Friseur- und Kosmetikhandwerk.
Ein zentraler Punkt war die Gefährdungsbeurteilung nach dem Mutterschutzgesetz. Die Mitglieder tauschten praktische Erfahrungen zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen aus und diskutierten sinnvolle Vorgehensweisen für den Salonalltag. LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb stellte in diesem Zusammenhang eine neue Einstiegshilfe vor, die kürzlich vom Ausschuss für Mutterschutz beschlossen wurde und Betrieben die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung erleichtern soll.
Ausführlich befasste sich der Ausschuss außerdem mit der 5-Jahresfrist in der alternativen bedarfsorientierten Betreuung. Um die Mitgliedsbetriebe rechtzeitig zu informieren, sollen die Ausschussmitglieder in den Bezirken verstärkt auf das Thema aufmerksam machen. Kritisch bewertet wurde die strenge Auslegung der Frist, die insbesondere bereits betreute Betriebe vor zusätzliche Herausforderungen stellt. Der Ausschussvorsitzende wird diese Problematik erneut gegenüber der Berufsgenossenschaft ansprechen.
Ein weiterer Diskussionspunkt betraf die Kontrollen durch die Gewerbeaufsichtsämter. Anhand eines aktuellen Prüfberichts wurden die vielfältigen Unterstützungsangebote durch Innungen, den Landesinnungsverband und die Berufsgenossenschaft beleuchtet. Zu den einzelnen Themen sollen demnächst die Innungen ausführlich informiert werden.
Abschließend beriet der Ausschuss über politische Forderungen im Bereich Arbeitsschutz. Im Fokus standen insbesondere eine praxisgerechtere Gestaltung der Dokumentationspflichten für Kleinbetriebe sowie die Forderung nach einer Abschaffung der anlassunabhängigen Gefährdungsbeurteilung nach dem Mutterschutzgesetz.
Der Ausschuss wird die Ergebnisse der Sitzung in die weitere Verbandsarbeit einfließen lassen und den Dialog mit den zuständigen Behörden fortsetzen.
