Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt das wieder sehr gute Abschneiden des bayerischen Bildungssystems auf Platz zwei beim Bildungsmonitor 2026 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt kommentiert das heute veröffentlichte Ergebnis: „Wir freuen uns, dass sich Bayern im bundesweiten Vergleich wieder den zweiten Platz gesichert hat. Das beweist erneut die traditionelle Stärke unseres Bildungssystems. Gute Schulbildung schafft die Grundlage für den späteren beruflichen Erfolg der Jugendlichen und damit die künftige Fachkräftesicherung unserer Unternehmen. Mit Blick auf das erst kürzlich in der aktuellen PISA-Studie offenbarte, bundesweit weiter abnehmende Bildungsniveau und die zunehmend ungleich verteilten Bildungschancen dürfen wir uns aus bayerischer Sicht nicht auf diesem guten zweiten Platz ausruhen. Im Gegenteil: Wir müssen die Qualität unserer Bildungsangebote gerade auch mit Blick auf eine durchgängige und individuelle Sprachförderung mit gezielten Investitionen konsequent weiterentwickeln.“
Bayern hat sich unter anderem bei der beruflichen Bildung mit Platz eins und der Schulqualität, Internationalisierung und Vermeidung von Bildungsarmut mit Platz zwei hervorgetan. Bei der Forschungsorientierung, Ausgabenpriorisierung und Digitalisierung erreichte der Freistaat den dritten Platz. Brossardt ordnet die Ergebnisse ein: „Der Spitzenplatz bei der beruflichen Bildung zeigt die Stärke des dualen Systems im Freistaat. Die Unternehmen investieren trotz der angespannten Wirtschaftslage in Ausbildung. Darum ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt für Azubis in Bayern trotz der Konjunktur- und Strukturkrise weiter gut und deutlich besser als auf Bundesebene.
Die gute Platzierung bei der Schulqualität ist für die Unternehmen laut vbw ebenfalls wichtig. „Sie profitieren davon, wenn die Jugendlichen beim Ausbildungsstart im Betrieb über gute Basiskompetenzen verfügen. Das erleichtert die berufliche Qualifizierung immens, sorgt insgesamt für ein höheres Ausbildungsniveau und reduziert die Zahl an Schulabbrüchen“, so Brossardt weiter. Aufholbedarf besteht im Freistaat laut der Erhebung indes weiterhin bei der frühen Förderinfrastruktur. Brossardt erklärt: „Beim Ausbau von Betreuungsangeboten in Kitas und Grundschulen sehen wir noch Luft nach oben. Hier ist die Bayerische Staatsregierung weiterhin gefragt, Maßnahmen zu ergreifen, um die Kita-Plätze in der Fläche gezielt aufzustocken. Wir brauchen den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur und gut qualifiziertes pädagogisches Personal, um den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung zu erfüllen sowie die Kinder früh zu fördern.“
